Allerheiligen
2006


Elisabeth von Thüringen (Antonia Kind)


Landgräfin
* 1207 im Norden von Ungarn (?)
17. November 1231 in Marburg in Hessen
Im Jahr 1207 wurde Elisabeth im Norden von Ungarn geboren. Sie war die Tochter des Königs.

Als Vierjährige wurde Elisabeth mit dem damals elf Jahre alten Thüringer Landgrafensohn Hermann verlobt und zur Erziehung in deutscher Umgebung nach Thüringen geschickt. Doch Hermann starb 1216, als Herrscher stand nun der jüngere Ludwig an, der 1218 als Ludwig IV. Landgraf wurde. Elisabeth, sollte nach Ungarn zurückgeschickt werden; aber inzwischen hatte sich Ludwig in sie verliebt, 1221 - Elisabeth war 14 Jahre alt - wurde die Hochzeit gefeiert. Sie hatten drei Kinder.

Sie kümmerte sich um Bedürftige, besuchte Armenviertel, dabei wurde sie sehr von ihrem Gemahl unterstützt.

Das "Rosenwunder" ist weder in der Lebensbeschreibung noch in den großen Legendensammlungen verzeichnet: Ludwig, von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche Verschwendung aufgehetzt, trat seiner Frau, die mit einem mit Brot gefüllten Deckelkorb die Burg herab stieg, mit der Frage entgegen: "Was trägst du da?", deckte den Korb auf, sah aber nichts als Rosen.

Ihr Mann Ludwig starb 1227 an einer Seuche. Nach dem Tod ihres Mannes wurde Elisabeth mit ihren drei Kindern von der Wartburg vertrieben mit der Begründung, sie verschwende öffentliche Gelder für Almosen.

1229 zog Elisabeth nach Marburg. Sie lebte aus der Überzeugung, ganz arm sein zu wollen, ging von Tür zu Tür betteln und wollte öffentlich auf allen ihr zustehenden Reichtum verzichten. Mit ihrem Witwenvermögen errichtete sie daraufhin 1229 in Marburg ein Spital, benannte es nach Franziskus und arbeitete dort selbst als Pflegerin bis zu ihrem Tod. Elisabeth starb im Alter von 24 Jahren, aufgezehrt in der Fürsorge für andere, und wurde in ihrem Franziskushospital bestattet.
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