Allerheiligen
2006


Franz von Assisi (Simon Lepper)


Ordensgründer
* 1181 oder 82 in Assisi in Italien
3. Oktober 1226 daselbst

Franz erblickte um die Jahreswende 1181 / 82 das Licht der Welt. Mit etwa 20 Jahren zog er on den Städtekrieg und wurde in einem dunklen Verließ gefangen gehalten. Dies veränderte sein Leben.

Als er im Jahr 1205 mal wieder in dem kleinen Kirchlein betete, geschah dies: Jesus sprach vom Kreuz herab: "Franz, baue mein kleines Kirchlein wieder auf!" Dies nahm er sehr wörtlich und er spendete Geld von seinem Vater an den Pfarrer.

Einige Zeit später ging Franz zusammen mit einigen anderen jungen Männern und sie gründeten den ersten Bettelorden, sie predigten und waren ohne Schuh und Beutel unterwegs. (LK )

Franziskus war als grosser Tierfreund bekannt.

"Die Vogelpredigt

Eines Tages ging Franziskus mit seinen Mitbrüdern durch ein Tal.

Auf einmal sah er eine große Schar von Vögeln verschiedener Arten. Tauben, kleine Krähen und viele andere, die im Volksmund Dohlen hießen. Als Franziskus die Vögel auf dem Weg sitzen sah, ließ er seine Brüder zurück und lief rasch auf die Vögel zu. Als er schon ziemlich nahe bei den Vögeln war, hielt er inne und grüßte sie in gewohnter Weise. Franziskus staunte, dass die Vögel aber nicht davonflogen. Ungeheure Freude erfüllte ihn, und er bat sie doch Gottes Wort zu hören. Er sprach: "Meine Brüder Vögel! Gar sehr müsst ihr euren Schöpfer loben und ihn stets lieben; er hat euch Gefieder zum Gewand, Fittiche zum Fluge und was immer ihr nötig habt, gegeben. Vornehm machte euch Gott unter seinen Geschöpfen und in der reinen Luft bereitete er euch eure Wohnung. Denn weder säet noch erntet ihr und doch schützt und leitet er euch, ohne dass ihr euch um etwas zu kümmern braucht." Bei diesen Worten jubelten jene Vögel und fingen an seine Hälse zu strecken, die Flügel auszubreiten und die Schnäbel zu öffnen. Franziskus stellte sich in die Mitte und segnete die Tiere. Danach flogen die Vögel wieder davon. Franziskus ging mit seinen Brüdern weiter und dankte Gott, den alle Geschöpfe mit demütigem Lobpreis verehren."

Auf seine Bitte, am Leiden Jesu Anteil haben zu dürfen, trug Franziskus seit dem Michaelistag, vom Leidenserlebnis Christi durchdrungen, die Wundmale an Händen, Füßen und an der Seite, aber er verheimlichte sie, so dass sie erst bei seinem Tod, im Oktober 1226, erkannt wurden; dies war die erste bezeugte Stigmatisierung der Kirchengeschichte.
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