Spannender als Formel 1
Auf die Plätze-Fertig-Los! Mit einem lauten Knall schlug die selbst gebaute hölzerne Startklappe zusammen und gab das Zeichen zum Start des Seifenkistenrennens in Urnshausen. Die "Anschubser" stemmten sich gegen die Fahrzeuge, um den selbst gebauten Kuriositäten den nötigen Schwung zu geben.

Die Rennstrecke im "Hinterdorf" war mit Absperrband gesichert und Gummireifen sollten im Fall eines Crashs das Schlimmste verhindern. Das hölzerne "Messdiener-Schnelleinsatzfahrzeug" von der Gemeinde St. Elisabeth in Vacha legte die beste Einzelzeit vor. Das Team Iffland/Preißel aus Dönges und der Vorjahressieger Torsten Schlechtweg, folgten.
Beim Zweierduell lieferten sich die einzelnen Fahre wilde Verfolgungsjagden. Im dritten Lauf trugen einige Fahrzeuge die ersten Blessuren davon. Torsten verlor seinen Anhänger, ein anderes Team musste wegen eines Fahrwerkschadens in die Box und die Vaecher Messdiener fuhren in einen Gartenzaun. Die Fahrzeuge waren schnell wieder einsatzbereit.

Es folgte das Stechen, doch einen Sieger gab es in diesem Jahr nicht. Torsten Schlechtweg musste den ersten Platz mit dem Vaecher Team teilen, das gleichzeitig über die Ziellinie fuhr. Zur Siegerehrung gab es Sekt, ein kleines Präsent und Kinogutscheine. Alle erhielten eine Teilnehmerurkunde. Das Publikum entschied dann über die schönste Seifenkiste. die Erstklässler Leon Albrecht und David Wilk räumten diesen Titel ab und "Opa Winnie", der die Seifenkiste aus einer Zinkbadewanne gebastelt hatte, bekam Applaus. Für die Sicherheit an der Rennstrecke hatte der Urnshäuser Kirmesverein gesorgt.
Die Medizinische Versorgung der "Raser" übernahm Gerhard Scholz. Demnächst treten die Rennfahrer in Untersuhl an.

Quelle: STZ
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